Filiform-Korrosion
1. Hintergrund
Im Flugzeugbau schon länger bekannt, taucht auch im
Bauwesen in den vergangenen 15 Jahren das Phänomen der
Filiformkorrosion auf; vor allem beim Einsatz beschichteter
Aluminiumteile in Küstennähe wurde man darauf aufmerksam.
Aber auch in Schwimmbädern oder entsprechend belasteter
Industrieumgebung ist es zu beobachten.
Bei
Bauteilen, die starken Umgebungsemissionen ausgesetzt sind,
bildet sich unter der Lackschicht eine filigrane, wurmartige
Korrosion - trotz ordnungsgemäßer Vorbehandlung
nach DIN 50939 gemäß den Vorgaben der Güteorganisationen
wie beispielsweise der GSB-International (Gütegemeinschaft
für die Stückbeschichtung von Bauteilen). Offensichtlich
ist jedoch bei bestimmten Anwendungen und unter bestimmten
klimatischen Bedingungen selbst nach bisherigem Stand der
Technik vorbehandeltes und beschichtetes Aluminium überfordert.
2. Ursachen / Entstehung / Konsequenzen
Ganz
bestimmte Bedingungen sind die Voraussetzung für das
Vorkommen von Filiformkorrosion: zum einen eine hohe relative
Luftfeuchtigkeit, zum anderen bestimmte Ionen (sog. Startersalze),
insbesondere Chloride. Außerdem gehört das Vorhandensein
von Störstellen in der Beschichtung dazu. Kratzer und
Poren, Mikrorisse, Spalten und die fehlende Lackschicht an
Schnittkanten, Bohrungen, Stanz- und Frässtellen der
Bauteile sind ursächlich dafür, daß die Startersalze
unter die Beschichtung gelangen können.
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Voranodisation |
zur Vermeidung von Filiformkorrosion
beim Einsatz pulverbeschichteter Aluminiumteile
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in küstennahen
Regionen
in extremen Klimazonen
in sonstiger agressiver Atmosphäre (Hallenbäder,
Flughäfen, Bahnhöfe)
in Einrichtungen für Straßen-
und Tunnelbau (Tausalz) |
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Im Zusammenspiel mit Wasser und Sauerstoff bilden sich zwischen
Aluminiumoberfläche und organischer Beschichtung Korrosionszellen,
die sich langsam fortbewegen und die typischen Fibrillen hinterlassen.
Wegen
der geringen Tiefe der Anfressungen - sie liegt bei etwa 40 µm
- ist dabei ein Einfluß der Filiformkorrosion auf die Festigkeit
tragender Bauteile zwar nicht zu befürchten. Ganz erheblich
beeinträchtigt ist jedoch das äußere Erscheinungsbild
etwa einer Fassade oder eines Tür- oder Fensterrahmens. Also
eher ein ästhetisches Problem? Gewiss nicht, denn die Filiformkorrosion
kann bereits innerhalb der üblichen Gewährleistungsfristen
auftreten. Es mussten und müssen also weltweit immense Summen
für die Reparatur von beschichtetem Aluminium an Gebäuden
aufgewendet werden.
3. Lösungsmöglichkeit
Umfangreiche Untersuchungen und Laborprüfungen haben gezeigt,
daß die bisher angewandten Vorbehandlungsverfahren (Chromatierung,
chromfreie Vorbehandlung) keinen ausreichenden Schutz gegen das
Phänomen Filiformkorrosion bieten. Nach heutigem Erkenntnisstand
ist allein die Voranodisation geeignet, Filiformkorrosion zu unterbinden,
sofern dieses Verfahren unter exakt definierten und kontrollierten
Bedingungen durchgeführt wird.
Wir haben bei uns im Hause die Voraussetzungen dafür geschaffen.
Mit dem Prüfzeugnis Nr. 10 A 073/R hat uns dies das renommierte ifo
Institut für Oberflächentechnik in Schwäbisch
Gmünd bestätigt. Damit sind wir als einer der ersten
Veredelungsbetriebe in Deutschland zertifiziert und berechtigt,
die Voranodisation und die anschließende Pulverbeschichtung
als Komplettleistung im eigenen Hause auszuführen. Die Vorteile
liegen auf der Hand - individuelle
Beratung inbegriffen!
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